Städtereisen

Für eine Städtereise in Irland ist Dublin der Klassiker, doch auch Belfast, Cork, Galway, Kilkenny und Derry eignen sich gut für ein langes Wochenende. Die Städte sind kompakt, gut zu Fuß zu erkunden und mit Pubs, Museen und Festivals lebendig. Die meisten erreichen Sie per Direktflug oder mit dem Zug ab Dublin.

Irland ist vor allem für Landschaften bekannt, aber seine Städte haben einen ganz eigenen Reiz: Sie sind überschaubar, die Wege zwischen Altstadt, Hafen und Pub sind kurz, und fast überall spielt abends irgendwo Livemusik. Selbst die größte Stadt der Republik, Dublin, wirkt im Zentrum eher wie eine große Kleinstadt. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Stadt zu welchem Reisetyp passt, wie Sie anreisen, wann die beste Reisezeit ist und wie Sie zwei oder drei Städte zu einer Reise verbinden. Für die Anreise per Flugzeug hilft unsere Übersicht der Flüge nach Irland.

Größte Städte der RepublikDublin (rund 1,26 Mio. im Großraum), Cork (rund 222.000), Limerick (rund 102.000), Galway (rund 86.000), Waterford (rund 60.000); Zensus 2022
Größte Städte NordirlandsBelfast und Derry
AnreiseDirektflüge nach Dublin, Cork, Shannon und Belfast; Fähren nach Dublin, Rosslare, Cork und Belfast
Zwischen den StädtenIntercity-Züge ab Dublin, Fernbusse, auf dem Land besser Mietwagen
WährungEuro in der Republik, Pfund Sterling in Belfast und Derry
ZeitbedarfDublin drei bis vier Tage, andere Städte ein bis zwei Tage

Welche irische Stadt passt zu welchem Reisetyp?

Für den ersten Besuch ist Dublin die naheliegende Wahl, für Musik und Atmosphäre Galway, für Geschichte und kurze Wege Kilkenny, für Industriekultur und jüngere Zeitgeschichte Belfast und Derry. Die Unterschiede sind größer, als man bei einem so kleinen Land erwarten würde.

Dublin bietet die größte Auswahl an Museen, Bibliotheken, Theatern und Restaurants, dazu viele Direktflüge und gute Verbindungen in alle Landesteile. Wer Kultur in kompakter Form sucht, findet in Kilkenny eine mittelalterliche Altstadt, in der Burg, Kathedrale und Pubs nur wenige Gehminuten auseinanderliegen. Galway ist die Stadt der Straßenmusiker, Studenten und Festivals; abends spielen in vielen Pubs traditionelle Sessions.

Genießer zieht es nach Cork mit seiner Markthalle und einer starken Restaurantszene, Familien nach Waterford mit Wikinger-Museen und einem ebenen Radweg an der Küste. Wer neben der Stadt Natur möchte, wählt Sligo mit Stränden und Bergen vor der Tür oder Wexford mit dem sonnigen Südosten. Belfast und Derry schließlich erzählen eindrucksvoll von Schiffbau, Teilung und Friedensprozess und lassen sich mit der Küste Nordirlands verbinden.

Welche Städte in Irland lohnen sich für eine Städtereise?

Zehn Städte stellen wir Ihnen ausführlich vor. Jede hat ihren eigenen Charakter, und jede lässt sich mit Ausflügen in die Umgebung verbinden.

  • Dublin: Die Hauptstadt mit Trinity College und dem Book of Kells, georgianischen Plätzen, dem Guinness Storehouse und dem Kneipenviertel Temple Bar. Mit der Küstenbahn DART sind Sie schnell am Meer in Howth oder Dalkey.
  • Belfast: Die Hauptstadt Nordirlands mit dem Museum Titanic Belfast im früheren Werftgelände, der viktorianischen City Hall und den Wandbildern der Falls und Shankill Road.
  • Cork: Irlands zweitgrößte Stadt auf einer Insel im Fluss Lee, bekannt für den English Market und die Glocken von Shandon; Kinsale, Cobh und Blarney liegen in der Nähe.
  • Galway: Bunte Universitätsstadt an der Westküste mit Latin Quarter und Straßenmusik, Ausgangspunkt für Connemara und die Aran-Inseln.
  • Limerick: Drittgrößte Stadt der Republik am Shannon mit King John’s Castle und dem Hunt Museum, nahe am Flughafen Shannon und eine Hochburg des Rugbys.
  • Kilkenny: Mittelalterliche Stadt mit der Medieval Mile zwischen Kilkenny Castle und St Canice’s Cathedral, dazu Brauereigeschichte und Kunsthandwerk.
  • Waterford: Von Wikingern gegründet und damit die älteste Stadt Irlands, mit dem Viking Triangle, der Kristallmanufaktur und dem Waterford Greenway nach Dungarvan.
  • Derry: Die einzige Stadt der Insel mit vollständig erhaltener Stadtmauer, über die Sie rund um die Altstadt laufen können; bekannt auch für ihr großes Halloween-Festival.
  • Sligo: Kleine Stadt im Nordwesten im Yeats Country, mit dem Tafelberg Benbulben, dem Surfort Strandhill und Megalithgräbern in der Umgebung.
  • Wexford: Hafenstadt im Südosten mit Wikingerwurzeln, dem Opernfestival im Herbst und dem Irish National Heritage Park; der Fährhafen Rosslare liegt gleich nebenan.
Tipp: Kleinere Städte zuerst ansehen. Kilkenny, Waterford oder Sligo sehen Sie in einem Tag, Dublin nicht. Wer wenig Zeit hat, plant lieber eine kleinere Stadt ganz als die Hauptstadt nur halb.

Wie kommt man in die irischen Städte und zwischen ihnen hin und her?

Am schnellsten mit dem Flugzeug: Dublin wird von vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt angeflogen, die Flugzeit liegt bei rund zwei Stunden. Weitere Ziele sind Cork, Shannon bei Limerick, Knock im Westen sowie die beiden Flughäfen von Belfast. Mit dem eigenen Auto erreichen Sie Irland per Fähre direkt aus Frankreich oder über Großbritannien; Details lesen Sie auf unserer Seite zu den Fähren nach Irland.

Zwischen den Städten ist die Bahn bequem. Die irische Staatsbahn Iarnród Éireann (Irish Rail) fährt sternförmig ab Dublin: vom Bahnhof Heuston nach Cork, Galway, Limerick, Waterford und Kilkenny, vom Bahnhof Connolly nach Sligo, Wexford und Rosslare. Der Enterprise verbindet Dublin Connolly mit Belfast und braucht etwa zwei Stunden. Von Belfast fährt Northern Ireland Railways weiter nach Derry. Querverbindungen, etwa von Galway nach Cork, sind mit der Bahn umständlich; hier sind Fernbusse oft schneller.

In den Städten selbst brauchen Sie kein Auto: Die Zentren sind klein, Parkplätze knapp und teuer. Dublin hat Busse, die Straßenbahn Luas und die Küstenbahn DART; mit der Leap Card zahlen Sie günstiger als mit Bargeld. Ein Mietwagen lohnt sich erst, wenn Sie nach der Stadt die Umgebung erkunden wollen, etwa von Galway nach Connemara.

Wann ist die beste Zeit für eine Städtereise nach Irland?

Städtereisen sind in Irland das ganze Jahr möglich, weil das Klima mild ist und sich vieles drinnen abspielt. Am angenehmsten sind Mai, Juni und September: lange Tage, meist milde Temperaturen und weniger Andrang als in den Sommerferien.

Im Juli und August ist am meisten los, die Hotelpreise sind dann am höchsten. Dafür finden viele Festivals statt, etwa das Galway International Arts Festival im Juli und Ende Juli die Galway Races. Im Herbst lohnen sich Derry zu Halloween und Wexford während des Opernfestivals. Der Winter ist ruhig und günstig, die Tage sind aber kurz, und auf dem Land schließen manche Sehenswürdigkeiten. Rund um den St. Patrick’s Day am 17. März feiert Dublin mit Parade und Festprogramm, Unterkünfte sind dann früh ausgebucht. Wie das Wetter übers Jahr ausfällt, lesen Sie auf unserer Seite zum Klima in Irland.

Wie lassen sich mehrere Städte zu einer Reise verbinden?

Am besten entlang der Bahnlinien oder als Rundfahrt mit dem Mietwagen. Weil Irland klein ist, liegen zwischen den meisten Städten nur zwei bis drei Stunden Fahrzeit.

Ein klassischer Wochenablauf beginnt mit drei Tagen in Dublin, führt dann mit dem Zug oder Auto nach Kilkenny und weiter über Waterford nach Cork. Eine zweite beliebte Route verbindet Dublin mit Galway und dem Westen; von Galway aus lassen sich die Cliffs of Moher und Connemara als Tagesausflug besuchen. Wer den Norden einbeziehen möchte, fährt mit dem Enterprise von Dublin nach Belfast, dann weiter nach Derry und kehrt über Sligo in die Republik zurück.

Für Fährreisende bietet sich Wexford als Start oder Ziel an, weil der Hafen Rosslare nur wenige Kilometer entfernt liegt. Wer in Cork ankommt, hat Kinsale und die Küste von West Cork vor der Tür. Fertige Programme mit mehreren Städten finden Sie bei unseren Rundreisen durch Irland.

Tipp: Gabelflug buchen. Fliegen Sie zum Beispiel nach Dublin hinein und von Cork oder Shannon zurück. So sparen Sie sich die Rückfahrt quer durchs Land und haben einen Tag mehr vor Ort.

Wie teuer ist eine Städtereise und wie lässt sich sparen?

Irland gehört zu den teureren Reiseländern Europas, besonders Übernachtungen in Dublin sind im Sommer und an Wochenenden kostspielig. Günstiger wird es, wenn Sie früh buchen, unter der Woche reisen oder in kleinere Städte ausweichen.

Viele Sehenswürdigkeiten kosten nichts: In Dublin sind die Häuser des National Museum of Ireland und die National Gallery frei zugänglich, ebenso die Parks wie St Stephen’s Green und Phoenix Park. Auch in Belfast sind das Ulster Museum und die Botanischen Gärten kostenlos. Ein Pub-Abend mit Livemusik kostet meist nur die Getränke. Als Unterkunft bieten sich neben Hotels Bed and Breakfasts und Gästehäuser an; einen Überblick gibt unsere Seite zu den Unterkünften in Irland.

Beachten Sie bei einem Abstecher in den Norden den Währungswechsel: In Belfast und Derry wird in Pfund Sterling bezahlt. Kartenzahlung ist überall verbreitet, auch kontaktlos. Ideen für einzelne Städte liefert außerdem die offizielle Tourismusseite Discover Ireland.

Häufige Fragen zu Städtereisen in Irland

Welche ist die schönste Stadt in Irland?

Das hängt vom Geschmack ab. Dublin bietet am meisten, Galway gilt als die stimmungsvollste, Kilkenny als die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt. Für viele Besucher ist eine Kombination aus Dublin und einer kleineren Stadt ideal.

Wie viele Tage braucht man für Dublin?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen drei Tage, mit einem Ausflug nach Howth, Glendalough oder ins Boyne-Tal vier bis fünf. Kleinere Städte wie Kilkenny oder Sligo lassen sich in ein bis zwei Tagen gut erkunden.

Kann man in Irland Städte ohne Auto bereisen?

Ja. Alle großen Städte sind per Bahn oder Fernbus untereinander verbunden, und die Zentren erkunden Sie zu Fuß. Ein Auto brauchen Sie erst für abgelegene Küsten und Dörfer.

Lohnt sich ein Abstecher von Dublin nach Belfast?

Auf jeden Fall. Der Zug braucht etwa zwei Stunden, und Belfast zeigt mit Titanic-Museum, Wandbildern und viktorianischer Architektur eine ganz andere Seite der Insel. Denken Sie an Reisepass und elektronische Einreisegenehmigung für das Vereinigte Königreich.

Welche Stadt eignet sich für einen Kurztrip im Winter?

Dublin und Belfast, weil Museen, Pubs, Theater und Weihnachtsmärkte auch in der dunklen Jahreszeit viel bieten. Kilkenny lockt im Advent mit einem Weihnachtsmarkt vor der Burg.

Mit Dublin beginnen

Die meisten Städtereisen nach Irland starten in der Hauptstadt. Dort finden Sie Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und Nahverkehr im Überblick.

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Passend dazu: alle Counties in Irland im Überblick, irische Pubs und ihre Kultur und die Festivals in Irland.

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