7-tägige Irland Rundreise
Eine 7-tägige Irland-Rundreise mit dem Mietwagen führt von Dublin über Kilkenny, Cork und Kinsale nach Killarney und auf den Ring of Kerry, dann an den Cliffs of Moher und durch den Burren nach Galway und Connemara und zurück nach Dublin. Rechnen Sie mit rund 1.200 Kilometern und täglich zwei bis vier Stunden Fahrzeit.
Eine Woche reicht, um die klassischen Höhepunkte im Süden und Westen der Insel zu sehen: mittelalterliche Städte, Burgen, die Seen von Killarney, die Atlantikküste und die Moorlandschaft von Connemara. Mit dem eigenen Wagen bestimmen Sie das Tempo selbst und halten, wo es Ihnen gefällt, an einer Burgruine, einem Strand oder einem Pub am Straßenrand. Bevor Sie losfahren, sollten Sie sich mit Linksverkehr, Versicherung und schmalen Landstraßen vertraut machen; alles Wichtige dazu steht auf unserer Seite zum Mietwagen in Irland. Hier finden Sie den Tagesplan mit ungefähren Fahrzeiten, Übernachtungsorten und sinnvollen Alternativen.
| Route | Dublin – Kilkenny – Cashel – Cork – Kinsale – Killarney – Ring of Kerry – Cliffs of Moher – Burren – Galway – Connemara – Dublin |
|---|---|
| Strecke | ca. 1.200 km, je nach Abstechern |
| Fahrzeit | ca. 2–4 Stunden reine Fahrzeit pro Tag, am Ring of Kerry und am letzten Tag mehr |
| Übernachtungen | Kilkenny, Kinsale, 2× Killarney, Doolin, Clifden (oder Galway) |
| Beste Reisezeit | Mai bis September; im Frühjahr und Herbst ruhiger, aber kürzere Tage |
| Fähre | Tarbert (Kerry) – Killimer (Clare) über die Shannon-Mündung, Überfahrt ca. 20 Minuten |
Fragen, die wir beantworten
- Wie verlaufen die ersten beiden Tage von Dublin über Kilkenny nach Kinsale?
- Was erwartet Sie in Killarney und auf dem Ring of Kerry?
- Wie kommt man von Kerry zu den Cliffs of Moher?
- Wie verbindet man Burren, Galway und Connemara mit der Rückfahrt nach Dublin?
- Welche Alternativen zur Route gibt es?
- Was sollte man beim Mietwagen in Irland beachten?
Wie verlaufen die ersten beiden Tage von Dublin über Kilkenny nach Kinsale?
Am ersten Tag fahren Sie von Dublin über die Wicklow Mountains und Glendalough nach Kilkenny, am zweiten über den Rock of Cashel und Cork nach Kinsale. Beide Etappen haben jeweils rund zweieinhalb bis drei Stunden reine Fahrzeit und lassen viel Raum für Besichtigungen.
Tag 1: Dublin – Glendalough – Kilkenny (ca. 150 km, ca. 2,5 Stunden). Holen Sie den Wagen am Flughafen ab und fahren Sie über die Ringautobahn M50 nach Süden in die Wicklow Mountains. In Glendalough liegen die Ruinen einer frühchristlichen Klostersiedlung des heiligen Kevin mit Rundturm zwischen zwei Seen, ein kurzer Spaziergang zum oberen See lohnt sich. Über kleine Bergstraßen geht es weiter in die mittelalterliche Stadt Kilkenny. Ohne Umweg über Wicklow brauchen Sie von Dublin nach Kilkenny etwa eindreiviertel Stunden. Die Stadt am Fluss Nore ist kompakt und zu Fuß zu erkunden: Kilkenny Castle mit seinem Park, die St. Canice’s Cathedral mit Rundturm, die Gassen der Medieval Mile und die Brauereiausstellung Smithwick’s Experience. Abends gibt es Livemusik in zahlreichen Pubs.
Tag 2: Kilkenny – Cashel – Cork – Kinsale (ca. 170 km, ca. 2,5 Stunden). Nach knapp einer Stunde erreichen Sie den Rock of Cashel, den Felsen mit Kathedrale, Rundturm und Cormac’s Chapel, einst Sitz der Könige von Munster. Wer Burgen mag, macht wenige Kilometer weiter in Cahir halt, wo eine der besterhaltenen Burgen Irlands auf einer Insel im Fluss Suir steht. Über die Autobahn M8 geht es nach Cork. Kurz vor der Stadt liegt Blarney Castle mit dem berühmten Stein der Redegewandtheit und großen Gärten. Am späten Nachmittag erreichen Sie nach einer guten halben Stunde Fahrt ab Cork das Hafenstädtchen Kinsale, das für seine Restaurants und Fischküche bekannt ist. Die Sternfestung Charles Fort am Hafeneingang bietet schöne Ausblicke.
Was erwartet Sie in Killarney und auf dem Ring of Kerry?
An Tag 3 fahren Sie von Kinsale nach Killarney und erkunden am Nachmittag den Nationalpark, Tag 4 gehört ganz dem Ring of Kerry, der 179 Kilometer langen Panoramastraße um die Iveragh-Halbinsel. Killarney ist für beide Nächte der ideale Standort.
Tag 3: Kinsale – Killarney (ca. 110 km, ca. 2 Stunden). Die schnelle Route führt über Macroom ins County Kerry, landschaftlich reizvoller, aber länger ist die Fahrt entlang der Küste von West Cork über Kenmare. In Killarney wartet Irlands ältester Nationalpark mit drei Seen, Bergen und Eichenwäldern. Lohnend sind Muckross House mit seinen Gärten, der Torc-Wasserfall und Ross Castle am Ufer des Lough Leane. Wer gern wandert oder radelt, nimmt sich den Gap of Dunloe vor, einen engen Pass zwischen den Bergen.
Tag 4: Ring of Kerry (ca. 180 km Rundfahrt, reine Fahrzeit ca. 4 Stunden, mit Stopps ein ganzer Tag). Die Runde startet und endet in Killarney. Typische Etappen sind der Aussichtspunkt Ladies View, das Städtchen Kenmare, das Dorf Sneem, der Badeort Waterville, der Hafen von Portmagee mit Booten zu den Skellig-Inseln und Valentia Island, dann Cahersiveen und Killorglin. Reisebusse fahren den Ring traditionell gegen den Uhrzeigersinn. Wer früh startet, ist vor ihnen unterwegs und hat die engen Abschnitte freier. Mehr zu Route, Aussichtspunkten und Abstechern wie dem Skellig Ring finden Sie auf unserer Seite zum Ring of Kerry.
Wie kommt man von Kerry zu den Cliffs of Moher?
Am schnellsten mit der Autofähre über die Shannon-Mündung: Von Killarney fahren Sie gut eine Stunde nach Tarbert, setzen in rund 20 Minuten nach Killimer im County Clare über und erreichen die Cliffs of Moher nach einer weiteren guten Stunde. Ohne Fähre ist der Umweg über Limerick deutlich länger.
Tag 5: Killarney – Tarbert – Killimer – Cliffs of Moher – Doolin (ca. 160 km plus Fähre, ca. 3 Stunden). Die Fähre von Shannon Ferries pendelt tagsüber regelmäßig zwischen den beiden Ufern, eine Reservierung ist in der Regel nicht nötig, online buchen Sie etwas günstiger. Achten Sie im Herbst und Winter auf die früheren letzten Abfahrten. Auf der Clare-Seite lohnt bei genügend Zeit ein Abstecher zum Leuchtturm von Loop Head an der Spitze der Halbinsel. Danach geht es über Kilkee oder direkt über Lahinch zu den Klippen. Am Besucherzentrum der Cliffs of Moher ist es am späten Nachmittag ruhiger als zur Mittagszeit, und der Eintritt ist dann günstiger. Übernachten Sie im nahen Doolin, das für traditionelle Musik in seinen Pubs bekannt ist.
Wer die Dingle-Halbinsel nicht auslassen möchte, kann sie an Tag 5 statt des direkten Wegs einbauen. Die Fahrt um die Halbinsel über den Slea Head kostet allerdings einen halben Tag, und die Klippen erreichen Sie dann erst am Abend oder am nächsten Morgen.
Wie verbindet man Burren, Galway und Connemara mit der Rückfahrt nach Dublin?
An Tag 6 fahren Sie durch den Burren nach Galway und am Nachmittag weiter nach Connemara, an Tag 7 besuchen Sie morgens Kylemore Abbey und fahren dann rund vier Stunden zurück nach Dublin. Wer es ruhiger mag, übernachtet in Galway und lässt Connemara aus oder hängt einen Tag an.
Tag 6: Doolin – Burren – Galway – Clifden (ca. 160 km, ca. 3 Stunden). Der Burren ist eine Karstlandschaft aus grauen Kalksteinplatten mit seltenen Pflanzen, Höhlen und dem Dolmen von Poulnabrone. Über Ballyvaughan und Kinvara mit seinem Turmhaus Dunguaire Castle erreichen Sie nach etwa eineinhalb Stunden Galway. Die lebhafte Universitätsstadt lädt zu einem Bummel durch das Latin Quarter, die Shop Street und zum Spanish Arch am Fluss Corrib ein. Am Nachmittag fahren Sie über Oughterard westwärts nach Clifden, der kleinen Hauptstadt von Connemara, wo die Panoramastraße Sky Road an der Küste entlangführt.
Tag 7: Clifden – Kylemore – Dublin (ca. 290 km, ca. 4 Stunden). Morgens besuchen Sie Connemara mit dem Nationalpark bei Letterfrack und Kylemore Abbey, einem neugotischen Landsitz am See, in dem heute Benediktinerinnen leben, mit einem großen viktorianischen Garten. Danach geht es zurück nach Galway und über die Autobahn M6 quer durch die Insel nach Dublin. Ein sinnvoller Zwischenstopp ist Athlone am Shannon. Die nahe Klosterstätte Clonmacnoise ist allerdings vom 19. Oktober 2026 bis voraussichtlich Januar 2027 wegen Umbaus geschlossen.
Welche Alternativen zur Route gibt es?
Die häufigsten Varianten sind eine Fahrt gegen den Uhrzeigersinn, ein Tausch des Ring of Kerry gegen die Dingle-Halbinsel und eine Verlängerung auf acht oder zehn Tage. Wer nur eine Woche hat, sollte lieber eine Region weglassen als jeden Tag sehr lange Strecken zu fahren.
- Gegen den Uhrzeigersinn: Von Dublin zuerst nach Galway und in den Westen, zum Schluss über Kilkenny zurück. Sinnvoll, wenn Sie über Shannon ankommen oder die Westküste zuerst sehen möchten.
- Dingle statt Ring of Kerry: Die Rundfahrt über den Slea Head ist kürzer, mit weniger Busverkehr, und Dingle ist ein lebhafter Hafenort. Viele Reisende entscheiden sich je nach Wetter erst vor Ort.
- Galway statt Connemara: Übernachten Sie an Tag 6 in Galway und fahren Sie an Tag 7 direkt nach Dublin. Das spart rund eine Stunde Fahrzeit und lässt einen ganzen Abend in der Stadt.
- Acht bis zehn Tage: Mit zusätzlichen Tagen lohnen eine zweite Nacht in Galway mit Ausflug auf die Aran Islands, ein Tag in Dingle und zwei bis drei Tage Dublin am Ende der Reise.
- Burgen-Schwerpunkt: Wer vor allem Burgen sehen will, ergänzt Trim, Cahir und Bunratty bei Limerick, das an Tag 5 auf dem Weg nach Clare liegt, wenn Sie über Limerick statt mit der Fähre fahren.
Für Reisende, die nicht selbst fahren möchten, gibt es geführte Busrundreisen mit deutschsprachiger Reiseleitung, die eine ähnliche Route abdecken. Sie sind entspannter, lassen aber weniger Freiheit für spontane Stopps und kleine Nebenstraßen.
Was sollte man beim Mietwagen in Irland beachten?
Die drei wichtigsten Punkte sind Linksverkehr, die richtige Versicherung und ein Fahrzeug, das zu den schmalen Landstraßen passt. Kleine und mittlere Wagen sind auf den Küstenstraßen im Westen deutlich angenehmer als große Limousinen.
Standard bei irischen Vermietern ist das Schaltgetriebe, ein Automatikwagen kostet meist Aufpreis und sollte früh reserviert werden, weil das Angebot begrenzt ist. Prüfen Sie, welche Versicherung im Preis enthalten ist und wie hoch die Selbstbeteiligung ausfällt; viele Vermieter verlangen eine Kreditkarte für die Kaution. Auf einigen Autobahnen werden Mautgebühren fällig. Auf der M50 rund um Dublin gibt es keine Schranken, die Gebühr wird elektronisch erfasst und muss bis zum nächsten Tag bezahlt werden, sofern der Vermieter sie nicht automatisch abrechnet. Wer nach Nordirland fahren möchte, sollte vorab klären, ob der Mietvertrag Fahrten über die Grenze erlaubt.
Planen Sie die Tagesetappen großzügig. Navigationsgeräte unterschätzen auf irischen Landstraßen oft die Fahrzeit, weil Kurven, Traktoren, Schafe und Ortsdurchfahrten das Tempo bremsen. Faustregel: Für 100 Kilometer abseits der Autobahn eher zwei Stunden rechnen. Tanken Sie im Westen rechtzeitig, an manchen Abschnitten liegen die Tankstellen weit auseinander.
Häufige Fragen zur 7-tägigen Irland-Rundreise
Reicht eine Woche für eine Irland-Rundreise?
Für den Süden und Westen mit den bekanntesten Zielen reicht eine Woche, wenn Sie pro Tag ein bis zwei Höhepunkte einplanen. Den Norden mit Donegal und Nordirland sollten Sie dann für eine eigene Reise aufheben. Mit acht bis zehn Tagen wird die Route deutlich entspannter.
Wie viele Kilometer fährt man auf dieser Route?
Je nach Abstechern sind es rund 1.200 Kilometer. Die längsten Etappen sind der Ring of Kerry und die Rückfahrt von Connemara nach Dublin. An den übrigen Tagen liegen die reinen Fahrzeiten bei etwa zwei bis drei Stunden.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Rundreise?
Mai, Juni und September bieten lange Tage, meist mildes Wetter und weniger Andrang als die Ferienmonate Juli und August. Im Frühjahr und Herbst sind die Straßen ruhiger, manche Attraktionen haben aber kürzere Öffnungszeiten. Regen gehört in jeder Jahreszeit dazu.
Muss man die Unterkünfte vorab buchen?
In der Hauptsaison ja, vor allem in Killarney, Doolin, Galway und Clifden. Außerhalb der Ferienzeit finden Sie oft auch kurzfristig ein Bed and Breakfast. Wer flexibel bleiben möchte, bucht zumindest die beiden Nächte in Killarney fest.
Ist die Fähre Tarbert–Killimer reservierungspflichtig?
Nein, die Fähre über die Shannon-Mündung fährt tagsüber im Pendelverkehr, Sie stellen sich einfach am Anleger an. Online gekaufte Tickets sind etwas günstiger. Prüfen Sie im Herbst und Winter die Zeit der letzten Abfahrt.
Weitere Rundreisen durch Irland
Ob länger, mit Schottland kombiniert oder als Kreuzfahrt: In unserer Übersicht finden Sie weitere Routen für Ihre Reise.
Passend dazu: die Hafenstadt Cork, die Studentenstadt Galway und die Burgen in Irland. Routenideen für den Ring of Kerry bietet auch Discover Ireland, Fahrzeiten der Fähre finden Sie bei Shannon Ferries.
