Fähren

Mit der Fähre kommen Sie samt eigenem Auto nach Irland, entweder direkt ab Frankreich oder über Großbritannien. Direktfähren fahren von Cherbourg, Roscoff und Dünkirchen nach Dublin, Rosslare und Cork, meist über Nacht. Über Wales und Schottland erreichen Sie Dublin, Rosslare und Belfast in wenigen Stunden mit Irish Ferries, Stena Line und P&O.

Wer mit dem eigenen Wagen, dem Wohnmobil oder dem Motorrad durch Irland reisen möchte, kommt an der Fähre nicht vorbei. Sie bietet zwei Vorteile: Sie sparen sich den Mietwagen, und Sie können so viel Gepäck, Campingausrüstung oder Fahrräder mitnehmen, wie in Ihr Auto passt. Dafür dauert die Anreise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz deutlich länger als ein Flug. Wer schneller und ohne Auto reisen möchte, findet alle Verbindungen bei den Flügen nach Irland. Hier erfahren Sie, welche Fährrouten es gibt, welche Reederei welche Strecke fährt und für wen sich der Weg durch Großbritannien lohnt.

Routen ab FrankreichCherbourg–Dublin, Cherbourg–Rosslare, Roscoff–Cork, Dünkirchen–Rosslare
Routen ab WalesHolyhead–Dublin, Fishguard–Rosslare, Pembroke–Rosslare
Routen nach NordirlandCairnryan–Belfast, Cairnryan–Larne, Liverpool–Belfast
ReedereienIrish Ferries, Stena Line, Brittany Ferries, DFDS, P&O Ferries; saisonal Isle of Man Steam Packet
ÜberfahrtIrische See ca. 2 bis 4 Stunden (Liverpool–Belfast ca. 8 Stunden), ab Frankreich meist über Nacht
Häfen in IrlandDublin Port, Rosslare Europort (Wexford), Cork, Belfast, Larne
Durch GroßbritannienReisepass und britische ETA nötig, Linksverkehr bereits ab Dover

Welche Fähren fahren direkt von Frankreich nach Irland?

Direkt von Frankreich nach Irland fahren derzeit vier Linien: Irish Ferries von Cherbourg nach Dublin, Brittany Ferries von Cherbourg nach Rosslare und von Roscoff nach Cork sowie DFDS von Dünkirchen nach Rosslare. Alle Überfahrten dauern viele Stunden und finden überwiegend über Nacht statt.

Cherbourg an der Spitze der Normandie ist der wichtigste Abfahrtshafen. Von hier fährt Irish Ferries nach Dublin, Brittany Ferries nach Rosslare im Südosten Irlands. Die Strecke Cherbourg–Rosslare von Stena Line wurde dagegen im Herbst 2025 eingestellt, ältere Reiseführer nennen sie noch. Roscoff in der Bretagne ist mit Cork verbunden, diese Route wird vor allem in der Saison bedient. Für Reisende aus Nord- und Westdeutschland ist Dünkirchen interessant: Der Hafen liegt nahe der belgischen Grenze und ist von Köln oder dem Ruhrgebiet aus in wenigen Stunden erreichbar. DFDS bietet hier eine Nachtfähre nach Rosslare an, die neben Lkw auch Autos, Wohnmobile und Motorräder mitnimmt; die Hauptmahlzeiten an Bord sind im Preis enthalten.

Der große Vorteil der Direktfähren: Sie umgehen Großbritannien vollständig. Sie brauchen also weder eine britische Reisegenehmigung noch müssen Sie zweimal die Fähre wechseln oder auf englischen Autobahnen fahren. Dafür sind die Überfahrten lang, je nach Route grob zwischen 14 Stunden und einem Tag. Eine Kabine ist auf diesen Strecken sehr zu empfehlen, denn nach einer Nacht im Sessel startet niemand gern in den ersten Fahrtag auf der linken Straßenseite. Planen Sie ein, dass Sie am Ankunftstag ausgeruht, aber nicht unbedingt früh in Irland ankommen.

Wer aus Spanien oder nach einem Urlaub dort weiterreist, kann mit Brittany Ferries auch von Bilbao nach Rosslare fahren. Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist das aber selten die praktischste Wahl.

Welche Fährverbindungen gibt es von Großbritannien nach Irland?

Die meisten und kürzesten Überfahrten führen über die Irische See: von Holyhead in Nordwales nach Dublin, von Fishguard und Pembroke in Südwales nach Rosslare und von Cairnryan in Schottland nach Belfast und Larne. Dazu kommt die längere Nachtroute von Liverpool nach Belfast.

Holyhead–Dublin ist die meistbefahrene Fährstrecke zwischen Großbritannien und Irland. Irish Ferries und Stena Line bieten zusammen viele Abfahrten am Tag an, Irish Ferries wirbt mit bis zu 16 Verbindungen täglich. Die Überfahrt dauert mit den großen Fähren ca. drei bis dreieinhalb Stunden. Schneller geht es mit der Dublin Swift von Irish Ferries, der einzigen Schnellfähre auf der Irischen See, die bei gutem Wetter ca. zwei Stunden braucht.

Im Süden von Wales fährt Stena Line von Fishguard nach Rosslare, Irish Ferries von Pembroke nach Rosslare. Beide Überfahrten dauern ca. dreieinhalb bis vier Stunden. Diese Routen sind ideal, wenn Sie direkt in den Süden Irlands möchten, etwa nach Wexford, Waterford, Kilkenny oder Cork.

Für Nordirland gibt es zwei kurze Strecken ab Cairnryan im Südwesten Schottlands: Stena Line fährt nach Belfast, P&O Ferries nach Larne nördlich von Belfast, jeweils in ca. zwei bis zweieinhalb Stunden. Stena Line verbindet außerdem Liverpool mit Belfast; die Fähre legt auf der Birkenhead-Seite des Mersey ab und braucht ca. acht Stunden, viele Reisende nutzen sie als Nachtfähre. Eine Passagierfähre von Liverpool nach Dublin, wie sie früher P&O und DFDS angeboten haben, gibt es derzeit nicht. Im Sommer verbindet die Isle of Man Steam Packet Company Dublin außerdem mit Douglas auf der Isle of Man.

Lohnt sich der Weg über die Landbrücke durch Großbritannien?

Für viele Reisende aus Deutschland ja, denn die Kombination aus Kanalfähre, Fahrt durch England und Wales und kurzer Überfahrt nach Dublin ist oft schneller und flexibler als eine Direktfähre. Sie brauchen dafür allerdings einen Reisepass und eine britische Reisegenehmigung, die ETA.

Die klassische Landbrücke beginnt am Ärmelkanal mit der Überfahrt von Calais oder Dünkirchen nach Dover, alternativ mit dem Autozug durch den Kanaltunnel. Danach geht es über die Autobahnen nach Holyhead oder in Richtung Südwales. Für die Strecke von Dover nach Holyhead sollten Sie ohne Pausen ca. sechs bis sieben Stunden Fahrzeit einplanen, mit Stau rund um London auch mehr. Viele Reisende übernachten deshalb einmal unterwegs, etwa in Wales oder in den Midlands. Irish Ferries bietet neben der Irland-Strecke auch die Kanalroute Dover–Calais an, sodass Sie beide Überfahrten bei einer Reederei buchen können.

Seit April 2025 müssen Staatsangehörige der EU und der Schweiz vor der Einreise nach Großbritannien eine Electronic Travel Authorisation beantragen. Sie kostet derzeit 20 Pfund und gilt zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Passes. Beantragt wird sie ausschließlich über die offizielle Seite der britischen Regierung, gov.uk/eta; meiden Sie Vermittlerseiten mit Aufschlag. Der Personalausweis reicht für Großbritannien in der Regel nicht mehr. Beachten Sie auch, dass Sie das Vereinigte Königreich als Nicht-EU-Land durchqueren: Für Waren, Alkohol und Tabak gelten Zollgrenzen, und mitreisende Haustiere brauchen die passenden Papiere für beide Länder.

Tipp: Kosten ehrlich vergleichen. Rechnen Sie bei der Landbrücke zwei Fähren, Kraftstoff, eine Übernachtung und die ETA zusammen. Oft ist sie trotzdem günstiger als eine Direktfähre mit Kabine, in der Hauptsaison kann es aber auch umgekehrt sein.

Welche Reederei fährt welche Strecke?

Fünf Reedereien teilen sich die wichtigen Strecken nach Irland: Irish Ferries und Stena Line dominieren die Irische See, Brittany Ferries und DFDS die Verbindungen ab Frankreich, P&O Ferries die kurze Route nach Larne.

  • Irish Ferries: Holyhead–Dublin (auch mit der Schnellfähre Dublin Swift), Pembroke–Rosslare, Cherbourg–Dublin sowie Dover–Calais. Zur Flotte gehören große Fähren wie die W.B. Yeats, die Ulysses und die James Joyce.
  • Stena Line: Holyhead–Dublin, Fishguard–Rosslare, Cairnryan–Belfast und Liverpool–Belfast.
  • Brittany Ferries: Cherbourg–Rosslare, Roscoff–Cork und Bilbao–Rosslare.
  • DFDS: Dünkirchen–Rosslare als Nachtfähre.
  • P&O Ferries: Cairnryan–Larne.
  • Isle of Man Steam Packet: saisonal Dublin–Douglas.

Die Reedereien passen Fahrpläne, Schiffe und teilweise auch Routen von Saison zu Saison an. Prüfen Sie deshalb vor der Planung auf den Seiten der Anbieter, etwa bei Irish Ferries, welche Abfahrten für Ihren Reisetermin tatsächlich angeboten werden.

Was kostet die Fähre und wie buchen Sie am besten?

Der Preis hängt vor allem von Fahrzeuglänge und -höhe, der Zahl der Mitreisenden, der Reisezeit und bei Nachtfähren von der Kabine ab. Feste Preise gibt es nicht. Als Anhaltspunkt nennt DFDS für Dünkirchen–Rosslare einen Einstiegspreis von ca. 440 Euro pro Strecke für ein Auto mit bis zu vier Personen inklusive Mahlzeiten (Stand 2026).

Buchen Sie online direkt bei der Reederei oder über ein Vergleichsportal, möglichst früh. Gerade in den Sommerferien und rund um Ostern sind die günstigen Kontingente und die Kabinen auf den Frankreich-Routen schnell ausgebucht. Geben Sie die Maße Ihres Fahrzeugs genau an, inklusive Dachbox, Fahrradträger oder Anhänger, denn ein längeres oder höheres Fahrzeug wird anders berechnet. Wohnmobile und Gespanne zahlen deutlich mehr als ein Pkw. Flexible Tarife kosten etwas mehr, erlauben aber eine Umbuchung, falls Sie unterwegs aufgehalten werden oder eine Abfahrt wegen Sturm ausfällt.

Auf den kurzen Strecken über die Irische See sind Abfahrten am Morgen oder am späten Abend oft günstiger als am Nachmittag. Auf den langen Routen sparen Sie am meisten außerhalb der Ferien, in der Vor- und Nachsaison. Wer flexibel ist, vergleicht verschiedene Wochentage, denn Freitag und Samstag sind meist am teuersten.

Welcher Fährhafen in Irland passt zu Ihrer Route?

Für Dublin und den Osten ist Dublin Port ideal, für den Süden Rosslare oder Cork, für den Norden Belfast oder Larne. Weil die Insel überschaubar ist, liegt aber jeder Hafen nur wenige Autostunden vom nächsten Reiseziel entfernt.

Dublin Port liegt östlich der Innenstadt. Irish Ferries und Isle of Man Steam Packet nutzen Terminal 1, Stena Line Terminal 2. Über den Dublin Port Tunnel kommen Sie ohne Innenstadtverkehr direkt auf die Autobahnen Richtung Norden und auf den Ring M50; für den Tunnel wird eine Maut erhoben. Was die Hauptstadt zu bieten hat, lesen Sie auf unserer Seite über Dublin. Rosslare Europort liegt im County Wexford in der Südostecke der Insel. Von hier sind Wexford, Waterford und Kilkenny schnell erreicht, nach Cork fahren Sie ca. drei Stunden. Die Fähren aus Roscoff legen bei Cork an, ein idealer Start für West Cork und Kerry.

Belfast und Larne sind die Häfen für Nordirland und die Causeway Coast. Denken Sie daran, dass Sie dort im Vereinigten Königreich ankommen: Tempo in Meilen, Bezahlung in Pfund Sterling. Wer anschließend in die Republik weiterfährt, überquert die Grenze ohne Kontrolle.

Was sollten Sie zur Überfahrt an Bord wissen?

Seien Sie rechtzeitig am Hafen, meist eine Stunde vor Abfahrt, bei den langen Routen oft früher. Während der Überfahrt dürfen Sie nicht im Fahrzeug bleiben, nehmen Sie deshalb alles, was Sie brauchen, in einer kleinen Tasche mit an Deck.

Die großen Fähren bieten Restaurants, Cafés, Bars, Geschäfte und Ruhebereiche, manche auch Kinosäle und gehobene Lounges mit Aufpreis. Auf Nachtfähren sind Kabinen mit Bad üblich. Für Hunde gibt es auf einigen Schiffen spezielle Haustierkabinen oder Bereiche an Deck, die Plätze sind begrenzt und müssen vorab gebucht werden. Die Irische See kann ruppig sein, vor allem im Herbst und Winter. Wer leicht seekrank wird, sucht sich einen Platz in der Mitte des Schiffes und möglichst weit unten.

Bei Sturm fallen Abfahrten gelegentlich aus. Nach schweren Sturmschäden war der Hafen Holyhead im Winter 2024/25 sogar mehrere Wochen gesperrt, die Reedereien wichen auf andere Häfen aus. Hinterlegen Sie daher eine Handynummer bei der Buchung, damit die Reederei Sie über Änderungen informieren kann, und planen Sie für den Rückweg etwas Puffer ein. Mit dem eigenen Auto gelten in Irland dieselben Regeln wie mit einem Leihwagen; Linksverkehr, Maut und Landstraßen beschreiben wir auf der Seite zum Mietwagen in Irland.

Tipp: Reisetasche statt Kofferraum. Packen Sie Ausweis, Medikamente, Ladegerät, warme Jacke und etwas zu essen in eine eigene Tasche, bevor Sie an Bord fahren. Auf das Autodeck kommen Sie während der Fahrt nicht mehr.

Häufige Fragen zu Fähren nach Irland

Gibt es eine Fähre von Deutschland nach Irland?

Nein, eine direkte Fährverbindung ab Deutschland gibt es nicht. Die nächstgelegenen Häfen sind Dünkirchen in Nordfrankreich, Cherbourg und Roscoff. Alternativ fahren Sie über die Kanalfähre und Großbritannien nach Holyhead, Fishguard oder Pembroke.

Wie lange dauert die Fähre von Frankreich nach Irland?

Je nach Route grob zwischen 14 Stunden und einem Tag, meist über Nacht. Die kürzeste Verbindung ab Frankreich führt von Roscoff nach Cork, die längste von Dünkirchen nach Rosslare.

Brauche ich für die Fähre über Großbritannien eine ETA?

Ja, wenn Sie Großbritannien auf dem Landweg durchqueren, brauchen Sie als Staatsangehöriger der EU oder der Schweiz eine Electronic Travel Authorisation und einen Reisepass. Bei den Direktfähren von Frankreich nach Irland ist beides nicht nötig.

Welche Fähre ist die schnellste nach Irland?

Die kürzesten Überfahrten führen von Cairnryan nach Belfast und Larne sowie mit der Schnellfähre Dublin Swift von Holyhead nach Dublin, jeweils in ca. zwei Stunden. Ab Frankreich sind alle Strecken deutlich länger.

Kann ich meinen Hund auf der Fähre nach Irland mitnehmen?

Ja, die meisten Reedereien befördern Hunde, oft in Haustierkabinen oder im Fahrzeug, je nach Schiff. Die Plätze sind begrenzt und müssen vorab gebucht werden. Ihr Hund braucht Mikrochip, EU-Heimtierausweis und die vorgeschriebenen Impfungen und Behandlungen.

Mit dem eigenen Auto auf Tour

Wer mit dem Auto anreist, kann die Westküste in eigenem Tempo erkunden. Wir zeigen die schönsten Abschnitte der Küstenroute.

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Passend dazu: Wer in Rosslare ankommt, beginnt die Reise am besten in Wexford. Für Ankünfte im Norden lohnt ein Stopp in Belfast, für die Roscoff-Fähre ein Tag in Cork.

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