O’Connell Bridge

Sie ist eine der wichtigsten Brücken in Dublin und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken: Die nach dem Freiheitshelden Daniel O’Connell benannte Straßenbrücke, die den Fluß Liffey überspannt und den Boulevard O’Connell Street auf der Nordseite mit der Gabelung D’Olier Street/Westmoreland Street auf der Südseite verbindet. Abgesehen von ihrer immensen Bedeutung für den Stadtverkehr (in jeder Richtung führt sie drei Fahrspuren) weist die Brücke eine architektonische Besonderheit auf, die einem beim Betreten vielleicht nicht sofot bewusst wird: Sie ist etwas breiter, als sie lang ist.

Die O’Connell Bridge in Bildern

Eröffnet wurde die O’Connell Bridge (irisch: Droichead Uí Chonaill) 1882. Sie ging aus der schmaleren, nach einem Entwurf vom damaligen Stararchitekten James Gandon gebauten Carlisle Bridge (benannt nach dem Lord Lieutenant of Ireland, Frederick Howard, 5. Earl of Carlisle) hervor. Mit deren Fertigstellung 1794 wurde erstmals jene zentrale Nord-Süd-Achse geschaffen, die heute noch so prägend für den Straßenverkehr im Zentrum von Dublin ist.

Der Umbau zur heutigen O’Connel Bridge

Weil sich selbst im Zeitalter der Kutschen die schmale Carlisle Bridge als Engpass für den regen Verkehr über den Fluß erwies, entschied man sich 1879, die Brücke auszubauen. Damit sollte auch der passende Abschluss der vornehm breiten Sackville Street (heute O’Connell Street) zum Fluß Liffey hin geschaffen werden. Am Ende war die neue Brücke, nun benannt nach O’Connell, mit etwa fünfzig Metern dreimal so breit wie ihre Vorgängerin – und zufällig auch etwas breiter als lang. Dies sichert ihr weltweit einen Sonderplatz unter den Straßenbrücken.

Architektonische Besonderheit hin oder her: Wenn sich in der Rush Hour Autos, Busse und LKW über die O’Connell Bridge schieben und um ihre Fahrspuren rangeln, könnte die Brücke nach der Vorstellung vieler Fahrer ruhig noch etwas breiter sein.

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