Rugby-WM im Zeichen eines geeinten Irlands

Autor: Tobias Kurz - Veröffentlicht am 25. September 2019

Seit 1921 ist die irische Insel in zwei politische Lager geteilt. Doch beim Sport verschwinden diese Unterschiede, so auch bei der Rugby-WM in Japan. Als geeinte Nation will man zeigen, dass es auch zusammen geht.

Rugby
Bei der Rugby-WM 2019 setzen die ihren auch ein politisches Statement. (Symbolbild)

Die irische Nationalmannschaft und der Brexit

Das irische Rugby-Team hat sich in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Gegner gemausert. Gleich zwei Siege gegen Weltmeister Neuseeland können die „Men in Green“ für sich verbuchen. Ebenso ein fabelhaftes Six-Nations-Turnier, bei dem kein Spiel verloren wurde. Im letzten Jahr wurde sogar ein Ire zum Weltrugbyspieler gekürt – zum zweiten Mal in der Geschichte. Und auch der Trainer wurde entsprechend ausgezeichnet.

Bei der aktuellen Rugby-WM in Japan brillierten die Iren im Auftakt gegen Schottland mit einem 27:3. Weitere Spiele gegen Gastgeber Japan, Russland und Samoa folgen und auch wenn es vielleicht etwas hochgegriffen ist, gilt Irland mitunter als Favorit in diesem Turnier, wenngleich der höchste WM-Erfolg der Einzug ins Viertelfinale war.

Doch die internationale Aufmerksamkeit, die dem Turnier aktuell zuteil wird, hat auch eine politische Seite. Denn gerade in Zeiten, in denen der Brexit mit zunehmender Unsicherheit um sich schlägt, zeigt sich eine vereinte irische Nationalmannschaft, in der nicht zwischen Nord und Süd unterschieden wird. Am deutlichsten wird dies in der Person von Rory Best, dem nordirischen Kapitän, dessen Mannschaft die gesamte Insel vertritt. Best setzte sich zudem bereits vor drei Jahren für den EU-Verbleib Großbritanniens ein: „Das Problem mit dem Brexit ist, dass keiner mehr so genau weiß, was eigentlich Sache ist. Wir haben noch nicht einmal ein Datum für den Ausstieg.“ Die Rugby-WM ist dabei „eine großartige Gelegenheit“ zu zeigen, dass es auch zusammen geht.

Der Sport kennt keine Teilung

Während des Nordirlandkonflikts sowie bei der politischen Teilung der Insel 1921 (Government of Ireland Act) weigerte sich nicht nur der Rugby-Verband, sondern auch die irischen Hockeyspieler die Trennung anzuerkennen. Daher gibt es bei den Teams keine Unterschied zwischen Irland und Nordirland. Die Einheit wird auch in der Hymne „Ireland’s Call“ besungen und das Mannschaftslogo zeigt die Wappen aller vier historischen Provinzen Irlands. Bei WM-Spielen wird zudem doppelt Flagge gezeigt – einmal die der Republik Irland sowie die „Flag of Ulster“ – die offizielle Flagge Nordirlands.

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