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Unterkünfte

In Irland übernachten Sie im Stadthotel, im familiären Bed and Breakfast, im Ferienhaus, auf dem Campingplatz, im Hostel, auf dem Hausboot oder im Schlosshotel. Das Preisniveau ist hoch, besonders in Dublin und im Sommer. Wer früh bucht und auf geprüfte Unterkünfte achtet, findet trotzdem für jedes Budget das Passende.

Die Wahl der Unterkunft prägt eine Irlandreise stärker als in vielen anderen Ländern. Im B&B sitzen Sie morgens mit den Gastgebern am Frühstückstisch, im Cottage an der Küste hören Sie nachts nur den Wind, und auf dem Hausboot gleiten Sie über den Shannon. In den Städten dagegen zählt vor allem die Lage. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle Unterkunftsarten, ehrliche Hinweise zu den Kosten und Tipps für die Buchung. Zu jeder Kategorie gibt es eine eigene Seite mit Details. Wer in der Hauptstadt übernachtet, findet passende Adressen und Viertel bei den Unterkünften in Dublin.

UnterkunftsartenHotels, Guesthouses, Bed and Breakfast, Ferienhäuser, Hostels, Camping und Glamping, Hausboote, Schlösser und Herrenhäuser
QualitätssiegelRegistrierung bzw. Prüfung durch Fáilte Ireland (Republik) und Tourism NI (Nordirland)
Preisniveauhoch, am teuersten in Dublin; günstiger auf dem Land und außerhalb der Saison
HauptsaisonJuni bis August sowie Ostern, St. Patrick’s Day und große Veranstaltungen
Buchungfür den Sommer mehrere Monate im Voraus, in Dublin generell früh
WährungEuro in der Republik, Pfund Sterling in Nordirland

Welche Unterkunftsarten lohnen sich in Irland?

Für Rundreisen sind B&Bs und Guesthouses die klassische Wahl, für Städtereisen zentrale Hotels, für Familien Ferienhäuser und für Naturfans Campingplätze oder ein Hausboot. Eine Übersicht mit unseren ausführlichen Seiten zu jeder Unterkunftsart:

  • Bed and Breakfast in Irland: Zimmer bei Gastgebern mit üppigem irischem Frühstück, ideal für Rundreisen mit wechselnden Etappenzielen.
  • Ferienhäuser in Irland: Cottages und Ferienwohnungen für Familien und Gruppen, oft in Küstennähe und meist wochenweise zu mieten.
  • Campingplätze in Irland: geprüfte Plätze für Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil, viele mit Glamping-Angeboten und Mietunterkünften.
  • Hausboote in Irland: Kabinenkreuzer auf dem Shannon und dem Shannon-Erne-Wasserweg, nach kurzer Einweisung selbst zu steuern.
  • Schlösser und Herrenhäuser: historische Burgen, Landsitze und Country Houses, vom Luxushotel bis zum familiengeführten Gutshaus.
  • Unterkünfte in Dublin: Hotels, Gästehäuser und Apartments in der Hauptstadt mit Tipps zu den besten Vierteln.
  • Hostels in Dublin: günstige Schlafsäle und Privatzimmer für Rucksackreisende, Studierende und Sparfüchse.

Hostels gibt es nicht nur in Dublin, sondern in allen größeren Städten und an vielen Wanderwegen. Der irische Jugendherbergsverband An Óige, Mitglied von Hostelling International, betreibt unter anderem Häuser in Glendalough und am Wicklow Way sowie am Fuß des Errigal in Donegal. Daneben gibt es zahlreiche unabhängige Hostels, oft mit Gemeinschaftsküche und Privatzimmern.

Wie teuer ist Übernachten in Irland?

Irland gehört zu den teureren Reiseländern Europas, und Dublin ist mit Abstand der teuerste Ort für Übernachtungen. Auf dem Land, in kleineren Städten und außerhalb der Sommermonate sind die Preise deutlich moderater.

In der Hauptstadt treiben mehrere Faktoren die Preise: Das Hotelangebot ist knapp, die Kurzzeitvermietung ganzer Wohnungen ist in Dublin stark eingeschränkt, und große Ereignisse wie Konzerte, Rugby-Länderspiele oder Kongresse lassen die Zimmerpreise an einzelnen Wochenenden sprunghaft steigen. Auch Galway, Killarney und Kilkenny sind in der Hochsaison gefragt. Günstiger übernachten Sie in kleinen Orten abseits der bekanntesten Ziele, in der Vor- und Nachsaison von April bis Mai und im September und Oktober sowie unter der Woche.

Beim Vergleich lohnt der Blick auf das, was im Preis enthalten ist. Bei B&Bs und vielen Landhotels ist das reichhaltige Frühstück inklusive, in Stadthotels oft nicht. Ferienhäuser werden meist pro Woche und nicht pro Person berechnet, was sie für Familien und Gruppen günstig macht; dazu kommen manchmal Kosten für Strom, Heizung oder Endreinigung. Parken ist auf dem Land fast immer kostenlos, in Dublin dagegen teuer. Feste Preise nennen wir bewusst nicht, denn sie schwanken stark nach Saison, Wochentag und Nachfrage.

Tipp: Veranstaltungskalender prüfen. Bevor Sie Ihre Dublin-Tage festlegen, werfen Sie einen Blick auf den Spielplan im Aviva Stadium und im Croke Park sowie auf große Konzerte. Ein Wochenende früher oder später kann den Zimmerpreis erheblich senken.

Was bieten Stadthotels und Landhotels in Irland?

Stadthotels punkten mit ihrer Lage nahe Sehenswürdigkeiten, Pubs und Nachtleben, Landhotels mit Ruhe, Natur und oft eigenen Freizeitangeboten. Hotels und Guesthouses müssen in der Republik bei Fáilte Ireland registriert sein und werden nach Sternen klassifiziert.

In Dublin, Cork, Galway und Limerick reicht das Angebot vom einfachen Budgethotel bis zum Fünf-Sterne-Haus in historischen Gebäuden. Wer nur wenige Tage in einer Stadt bleibt, sollte möglichst zentral wohnen, um Fahrzeiten zu sparen und abends zu Fuß ins Pub gehen zu können. In Dublin sind das die Viertel rund um Temple Bar, St. Stephen’s Green und das georgianische Viertel um Merrion Square; etwas günstiger wird es oft nördlich des Liffey oder in gut angebundenen Vororten.

Auf dem Land finden Sie Hotels in allen Größen, von kleinen Familienbetrieben im Dorf bis zu großen Resorts mit Wellnessbereich, Hallenbad und Golfplatz. Viele liegen in viktorianischen Landsitzen oder ehemaligen Gutshäusern und spiegeln die Geschichte ihrer Region wider. Von dort aus lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Umgebung bequem in Tagesausflügen erkunden. Eine Besonderheit sind die Country House Hotels: kleinere, oft familiengeführte Häuser mit eigener Küche, die regionale Produkte in den Mittelpunkt stellt. Zum Frühstück gehört fast überall das traditionelle Full Irish Breakfast, das wir auf unserer Seite zum irischen Frühstück vorstellen.

Für wen eignen sich B&B und Guesthouse?

Bed and Breakfast ist ideal für Reisende auf Rundreise, die jede Nacht oder alle zwei Nächte weiterziehen und Wert auf persönlichen Kontakt legen. Sie wohnen im Haus der Gastgeber, bekommen ein ausgiebiges Frühstück und oft die besten Tipps für die Umgebung gleich dazu.

Ein B&B hat meist nur wenige Gästezimmer, häufig mit eigenem Bad. Viele Gastgeber kennen die besten Pubs mit Livemusik, die schönsten Spazierwege und die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten. Guesthouses sind etwas größer und eher wie kleine Hotels organisiert, haben aber ebenfalls einen familiären Charakter. B&Bs können sich freiwillig von Fáilte Ireland prüfen lassen, Guesthouses müssen registriert sein.

Planen Sie Ihre Ankunftszeit: In vielen B&Bs ist nicht rund um die Uhr jemand an der Rezeption, Check-in ist meist ab dem Nachmittag. Melden Sie sich, wenn Sie später kommen. Frühstück gibt es oft zu festen Zeiten, für sehr frühe Aufbrüche fragen Sie am Vorabend nach. Gerade im Westen, in Kerry, Clare und Connemara, sind gute B&Bs im Juli und August früh ausgebucht.

Ferienhaus, Camping oder Hausboot: Was passt zu Familien und Naturfans?

Familien und Gruppen sind im Ferienhaus am besten aufgehoben, Naturfans auf dem Campingplatz und alle, die etwas Besonderes suchen, auf dem Hausboot. Alle drei Varianten eignen sich vor allem für längere Aufenthalte an einem Ort oder in einer Region.

Ferienhäuser und Cottages liegen oft in Küstennähe und eignen sich sowohl für Strandtage als auch für Ausflüge zu Burgen, Klöstern und Steinzeitstätten. Sie haben eine eigene Küche, sodass Sie mit regionalen Produkten selbst kochen können, und oft einen Kamin für kühle Abende. Gemietet wird meist wochenweise, häufig von Samstag zu Samstag.

Campingplätze bringen Sie der Natur so nah wie keine andere Unterkunft. Viele Plätze liegen an Seen, Flüssen und Stränden und sind bei Anglern beliebt. Die vom Tourismusverband anerkannten Plätze werden unabhängig geprüft und mit Sternen bewertet; neben Stellplätzen für Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil vermieten viele auch Mobilheime, Holzhütten oder Glamping-Zelte. Eine Übersicht bietet Camping Ireland, der Verband der irischen Campingplätze. Prüfen Sie vor der Anreise die Saisonzeiten, denn nicht jeder Platz ist ganzjährig geöffnet.

Ein Hausboot auf dem Shannon ist eine der ungewöhnlichsten Arten, Irland kennenzulernen. Sie steuern den Kabinenkreuzer nach einer Einweisung selbst, legen an kleinen Häfen an und machen Landgänge zu Pubs, Klosterruinen und Dörfern. Mehr über den längsten Fluss der Insel lesen Sie auf unserer Seite zum Shannon.

Tipp: Ferienhaus mit Heizung prüfen. Auch im Sommer werden irische Abende kühl. Achten Sie bei der Buchung darauf, ob Heizung und Brennholz im Preis enthalten sind oder nach Verbrauch abgerechnet werden.

Wo übernachtet man am besten auf einer Rundreise?

Bewährt hat sich das Prinzip der Standquartiere: zwei bis drei Nächte an einem Ort, von dem aus Sie die Region in Tagesausflügen erkunden. So packen Sie seltener Koffer und erleben die Orte auch am Abend.

Gute Standorte sind Dublin für die Hauptstadt, das Boyne-Tal und die Wicklow Mountains, Kilkenny für den Südosten, Killarney oder Kenmare für den Ring of Kerry und die Beara-Halbinsel, Dingle für die gleichnamige Halbinsel und Doolin oder Ennis für die Cliffs of Moher und den Burren. Weiter nördlich bieten sich Galway und Clifden für Connemara an, Westport für Mayo, Sligo und Donegal für den Nordwesten sowie Belfast oder Ballycastle für die Causeway Coast in Nordirland. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann auch kurzfristig spontan übernachten, sollte aber im Sommer zumindest die nächste Nacht im Voraus reservieren.

Fertig geplante Routen mit passenden Übernachtungen finden Sie bei unseren Rundreisen durch Irland. Für Städtetrips lohnt ein Blick auf unsere Seiten zu Galway und Kilkenny.

Worauf sollten Sie bei der Buchung achten?

Buchen Sie für Sommer, Feiertage und Dublin früh, achten Sie auf flexible Stornierungsbedingungen und bevorzugen Sie geprüfte Unterkünfte. Das Qualitätssiegel von Fáilte Ireland zeigt, dass ein Betrieb registriert bzw. geprüft wurde.

Fáilte Ireland unterscheidet zwischen Unterkünften, die gesetzlich registriert sein müssen, darunter Hotels, Guesthouses, Hostels, Campingplätze und registrierte Ferienunterkünfte, und solchen, die sich freiwillig prüfen lassen, wie B&Bs und historische Häuser. Geprüfte Betriebe dürfen das Logo „Quality Assured“ führen; Details erklärt Fáilte Ireland. Für private Kurzzeitvermietungen, etwa über Online-Plattformen, plant Irland eine Registrierungspflicht nach EU-Vorgaben; künftig soll jedes Inserat eine Registrierungsnummer tragen.

Lesen Sie die Bewertungen genau, besonders zu Lage, Parken und Lärm. In Dublin liegen manche günstige Hotels weit außerhalb, die Anfahrt kostet dann Zeit und Geld. Achten Sie bei Ferienhäusern auf die genaue Adresse, denn „in Küstennähe“ kann auch einige Kilometer bedeuten. Zahlen Sie nie per Überweisung an unbekannte Privatanbieter, wenn eine Unterkunft ungewöhnlich günstig erscheint, und buchen Sie über bekannte Plattformen oder direkt beim Betrieb. Denken Sie in Nordirland daran, dass Preise in Pfund Sterling angegeben sind.

Eine Besonderheit für Liebhaber historischer Häuser sind die Schlosshotels. Burgen wie Ashford Castle bei Cong in Mayo oder Dromoland Castle in Clare wurden zu Luxushotels umgebaut, inmitten weitläufiger Parks mit Angeboten wie Golf oder Falknerei. Wer es weniger exklusiv mag, findet in kleineren Country Houses und Herrenhäusern ein ähnlich historisches Ambiente zu moderateren Preisen.

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Häufige Fragen zu Unterkünften in Irland

Welche Unterkunft ist für eine Irland-Rundreise am besten?

Für Rundreisen mit dem Auto sind B&Bs und Guesthouses ideal, weil sie überall im Land verbreitet sind und das Frühstück inklusive ist. Wer länger an einem Ort bleibt, mietet ein Ferienhaus. In den Städten sind zentrale Hotels die bequemste Wahl.

Muss man Unterkünfte in Irland im Voraus buchen?

Für Juli und August, für Feiertage und für Dublin ja, möglichst mehrere Monate im Voraus. In der Nebensaison und in ländlichen Regionen finden Sie oft auch kurzfristig ein Zimmer. Die erste und letzte Nacht sollten Sie in jedem Fall fest reservieren.

Ist das Frühstück in Irland im Zimmerpreis enthalten?

In B&Bs, Guesthouses und vielen Landhotels ja, meist in Form eines Full Irish Breakfast. In Stadthotels, besonders in Dublin, wird das Frühstück dagegen häufig extra berechnet. Prüfen Sie das beim Vergleich der Preise.

Darf man in Irland wild campen?

Eine allgemeine Erlaubnis zum Wildcampen gibt es nicht. Auf privatem Land brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers, in Nationalparks und an vielen Stränden gelten eigene Regeln. Sicherer und bequemer sind die geprüften Campingplätze.

Braucht man für ein Hausboot auf dem Shannon einen Bootsführerschein?

Für die üblichen Mietboote auf dem Shannon nicht. Der Vermieter gibt vor der Abfahrt eine Einweisung in Steuerung, Anlegen und Schleusen. Wichtig sind dann vor allem Geduld, gutes Wetter und eine Karte der Fahrrinne.

Persönlich übernachten bei Gastgebern

Die typischste Art, in Irland zu übernachten, ist das Bed and Breakfast. Wir zeigen, was Sie dort erwartet und wie Sie das passende Haus finden.

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