Shopping in Dublin
Einige generelle Tipps vorweg
Einkaufen in Dublin ist etwas für Menschen mit Notizblock und Nerven!
Die Preise in der irischen Metropole schwanken derartig, dass man in benachbarten Geschäften zum Beispiel € 8,30 Unterschied zwischen Chart-CDs findet und Guinness-Kleidung bei Carroll’s zu einem Bruchteil des Originalpreises im Doppelpack.
Daher ist es immer ratsam, nicht gleich impulsiv zu kaufen, sondern sich etwas zurückzuhalten und die Preise zu beobachten. Ebenfalls beobachten sollte man seine Wertsachen, denn vor allem in den Spitzenzeiten ist Dublin ein Mekka für Taschendiebe und weniger subtile Strassenräuber (vor allem auf Handys und Geldbörsen aus, die man eben noch in der Hand hatte).
Jetzt aber zum Einkaufsbummel …


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Riu Plaza The Gres…
Dublin (City) 5 Tage ÜF p.P. |
ab 398€ |
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Cassidys
Dublin (City) 5 Tage OV & Flug |
ab 205€ |
| 3 |
Temple Bar Hotel
Dublin (City) 5 Tage OV & Flug |
ab 315€ |
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Holiday Inn Expres…
Dublin (City) 5 Tage ÜF & Flug |
ab 217€ |
| 5 |
Academy Plaza Hote…
Dublin (City) 5 Tage ÜF & Flug |
ab 207€ |
Die Shopping Hot-Spots in Dublin
Grafton Street
Grafton Street wurde nicht zuletzt durch Dustin’s Lied „Christmas in Dublin“ berühmt… der Truthahn erinnert sich in diesem Zusammenhang vor allem an „all the shops in Grafton Street going mental“. Grob vom Trinity College zum St. Stephen’s Green verlaufend, bietet die Fußgängerzone mehrere Kaufhäuser der besseren Art, eine internationale Mixtur von Ladenketten und Fast-Food-Restaurants sowie, wenn man Glück hat, gute Straßenmusikanten und, wenn man Pech hat, Horden von Touristen, Einkaufenden und vor allem südeuropäischen Sprachschülern. Um Weihnachten herum sollte man die immer wieder aufwendigen Dekorationen in den Fenstern des Kaufhauses „Brown-Thomas“ beachten!
Die beste Zeit zum Bummeln und Einkaufen ist unter der Woche zwischen 09:30 und 11:30 Uhr. Absolut zu vermeiden ist die Straße am Samstag oder Sonntag! Wesentlich interessanter als die Grafton Street selbst erscheinen vielen Besuchern die kleinen Seitenstraßen mit Einkaufsgalerien (Arcades) und dem Powerscourt Townhouse Centre.
Dawson Street – Mekka der Buchfans
Hier finden sich die mehrstöckigen Waterstone’s und Hodges-Figges, letzterer auch schon von Joyce erwähnt. Ergänzt werden diese durch kleinere Buchläden, so „Murder Ink“ (auf Kriminalromane spezialisiert!) oder Antiquariate. Für den Liebhaber der Bestsellerlisten empfiehlt sich ein kurzer Abstecher in die Nassau Street, wo „Read’s“ fast immer Bestseller zum günstigsten Preis in Dublin verhökert.
Earl Street
Wer wissen will, wo und wie die Iren Geld sparen, ist in der Earl Street richtig. Mitten in Dublin (beginnt direkt am Spire) hält sich hier eine Ansammlung vor größeren und kleineren Läden, die Alltagskleidung (und anderes) zu Schleuderpreisen anbieten. Die Ware ist meist aus Konkursmassen, aus dubiosen asiatischen Direktimporten oder schlicht vom Lastwagen gefallen.
Henry and Mary Street
Die „ärmere Version“ der Grafton Street, am GPO von der O’Connell Street abzweigend, bietet eine ähnliche Mischung an Geschäften mit leicht angestaubtem Image… es ist nicht alles ganz so glanzvoll.
Die Fußgängerzone ist in der Woche etwas weniger überlaufen, am Wochenende jedoch eine absolute „no-go-area“ für Menschen, die nicht den intimen körperlichen Kontakt mit Fremden mögen.
Moore Street – multikulturelles Allerlei
Von der Henry Street abzweigend und zur Parnell Street führend, fällt in der Moore Street zunächst der Straßenmarkt auf. Hier wird Obst und Gemüse verhökert, das von den nahe gelegenen Großmärkten kommt und fast immer unter „2. Wahl“ fällt. Dennoch lohnen sich die Schnäppchen für den schnellen Verzehr. Geradezu abenteuerlich sind die Lieferungen mit Pferdewagen!
In den Gebäuden links und rechts haben sich einige hervorragende Schlachter niedergelassen (F.X.Buckley zum Beispiel), daneben Ramschläden, Cafés (die meisten aus der Kategorie „Greasy Spoon“) und Spezialitätenläden für die afrikanische, afro-karibische, asiatische und slawische Gemeinde. Hier bekommt man wirklich alles – Malzbier beim Nigerianer, Trockenfisch aus dem Kaspischen Meer, Reis im 20-Kilo-Sack oder schaufelweise Gewürze bei Nader.
Daneben florieren ethnisch orientierte Videotheken, „Telefonläden“ zum Teil auch mit Internet und, fest in irischer Hand, ein Schwarzmarkt mit Zigaretten und Tabak (man achte auf die herumlungernden Gestalten, die ständig „‘bacco“ murmeln!)
O’Connell Street
Die angebliche Prachtmeile Dublins hat in den letzten Jahren heftig gelitten, denn viele der alten Fassaden wurden durch aufwendige Renovierungsarbeiten zerstört. In den Erdgeschossen dominieren meist die Standard-Designs der Ladenketten, der historische Teil erschließt sich meist erst mit dem Blick auf die andere Straßenseite und über die Köpfe der Massen hinweg. Zentraler Punkt der O’Connell Street ist und bleibt das GPO, auch wenn der Spire starke Konkurrenz macht.
Besuchenswert sind Eason’s (Buchhandel), das GPO selbst (nicht nur aus historischen Gründen – hier unterhält An Post auch ihren Sonderschalter für Briefmarkensammler) und das kürzlich außen renovierte Carlton Cinema (nur die Fassade, kein Kinobetrieb!). Das traditionsreiche Kaufhaus Clery’s, lange eine Institution der Straße, hat 2015 geschlossen. Daneben kann man sehen, was der Celtic Tiger so an Auswirkungen hatte, als er vorbeiraste – der Traditionsladen „Lir“ ist nur noch durch seine Uhr erkennbar und an eine Souvenir-Kette verkauft, das Stadtbüro der Aer Lingus ist geschlossen, im Zuge der Modernisierung wurden alle Bäume auf der O’Connel Street abgesägt. Für den schnellen Hunger gibt es etliche Fast Food Läden.
Temple Bar District
Das „Boheme-Viertel“ von Dublin zieht Touristen magisch an, vor allem zu Speis und Trank, vor allem zu Trank. Daneben finden sich jedoch auch zahlreiche interessante Geschäfte, die einen so bunten Mix wie Kleidung der Punk-Ära, Asienimporte, CDs und Angelköder anbieten. Wenn man nicht gerade letzteres sucht und gezielt zu Rory’s Fish and Tackle pilgert, empfiehlt sich ein Bummelstündchen. Ideal dafür ist der frühe Nachmittag, alle Geschäfte haben auf, die Horden der Office Workers sind verschwunden und die Ströme von Erlebnistouristen noch nicht da.
Blanchardstown Shopping Centre
Der größte Konsumtempel in Irland mit dem umliegenden Retail Parks versinkt regelmäßig im Chaos (Parkplätze und Überfüllung) und sollte vor allem am Donnerstagabend, am Samstag ab Mittag und an jedem Sonntag oder Bank Holiday vermieden werden. Zu anderen Zeiten erwartet einen hier ein Mix aus einheimischen und internationalen Ladenketten und Kaufhäusern, darunter große Namen wie HMV, Virgin, Dunnes‘ Stores, Roches‘ Stores, Games Workshop, Dixons, Currys, PC World, Atlantic Homecare, Lidl, Oddbins, Argos… kurz: Alles, was das Herz begehrt!
Restaurants wie McDonald’s, Burger King, Bewley’s, Eddie Rocket’s, TGI Friday’s, Pizza Hut und BB’s lassen Erholungsphasen zu, ebenso ein Kino mit neun Screens.
Erreichbar ist das Blanchardstown Shopping Centre über die N3 in Richtung Navan.
Und noch ein Tipp: Bringen Sie Geld mit… es gibt zwar ein Dutzend Geldautomaten, diese sind jedoch oft belagert und dann auch schnell leer!
Ilac Shopping Centre
Zwischen Henry Street und Parnell Street direkt im Stadtzentrum gelegen, ist das Ilac Shopping Centre vor allem ein idealer Parkplatz, einkaufstechnisch hat es nichts Besonderes zu bieten. Einige kleinere Läden zum Beispiel mit Lederwaren oder Asienimporten könnten jedoch für „Spezialisten“ von Interesse sein. Daneben sind mit Dunnes und Roches auch zwei Kaufhäuser zu finden.
Jervis Shopping Centre
Nur wenige Schritte vom Ilac Shopping Centre entfernt liegt das modernere und etwas mehr „upmarket“ ausgerichtete Jervis Shopping Centre an der Ecke Mary Street und Jervis Street. Die Geschäfte sind ein bunter Mix, vom Kaufhaus Marks & Spencer über Buchhandel Waterstone’s bis hin zum Celtic Shop (… Celtic as in Glasgow!). Ein kleiner Foodcourt bietet Notverpflegung in Form von Backwaren, gebackenen Kartoffeln, Fish & Chips und Hühnchen aus Kentucky.
Liffey Valley Shopping Centre
Das Liffey Valley Shopping Centre ist dem Blanchardstown Shopping Centre grundsätzlich ähnlich und liegt direkt an der N4 in Richtung Maynooth. Hier findet man jedoch eine stärkere Konzentration auf Mode, dazu den irischen Warner-Brothers-Store, einen zentralen Foodcourt nach US-Muster (…das Miami-Beach-Decor ist allerdings eher „tacky“) mit vor allem Fast-Food-Ketten, aber auch einem Wok-Schwinger, das Nobelkaufhaus Marks & Spencer, Zubehör den eigenen Garten und den Heimwerkerkönig B&Q. Ein Steak-Restaurant und das Kino mit einem Dutzend Screens sind das Ziel vieler Besucher am Abend. Die Parkplätze rund um das Liffey Valley Centre sind mit Farbkodierung und Reihennummern weitaus besser ausgeschildert als in Blanchardstown.
St. Stephen’s Green Shopping Centre
Direkt am St. Stephen’s Green gelegen, ist dieses Einkaufszentrum eine kühne Metall- und Glaskonstruktion im Stil des Crystal Palace oder viktorianischer Bahnhofshallen und fällt so schon optisch angenehm aus dem Rahmen. Dies wird jedoch etwas „wettgemacht“ durch enge Gänge und eine etwas unübersichtliche Anordnung der einzelnen Geschäfte… viele Menschen etwa finden trotz häufiger Besuche die Kunst- und Antiquitätenhändler im obersten Geschoss nicht.
Durch seine zentrale Lage ist das Centre oft überlaufen und macht dann, trotz der an sich lichten Konstruktion, einen bedrohlich-engen Eindruck. Für Besuchszeiten gelten daher dieselben Richtlinien wie bei der benachbarten Grafton Street.
Welche Souvenirs aus Dublin lohnen sich?
Souvenirläden gibt es in Dublin an jeder Ecke, von der großen Kette bis zum kleinen Laden in Temple Bar. Damit Sie nicht nur Massenware mitnehmen, lohnt der Blick auf Dinge, die wirklich typisch irisch sind:
- Strickwaren: Der Aran-Pullover aus cremefarbener Schafwolle („báinín“) ist nach den Aran Islands vor der Westküste benannt. Die typischen Zopfmuster entstanden erst um 1900, als Fischerfamilien Strickmuster von anderen Küsten mitbrachten; weltbekannt wurden sie ab den 1950er-Jahren.
- Tweed und Webwaren: Mützen, Schals und Decken aus irischem Tweed halten ewig. Die Weberei im Dorf Avoca im County Wicklow besteht seit mindestens 1723 und produziert dort bis heute Decken und Schals.
- Sportkleidung: Statt Fußballtrikots englischer Vereine sind Trikots der irischen Nationalteams oder der Gaelic Games (GAA) ein origineller Gesprächsanlass daheim. Was hinter Hurling und Gaelic Football steckt, lesen Sie bei Sport in Irland.
- Musikinstrumente: Tin Whistle und Bodhrán (Rahmentrommel) gibt es in fast jedem Souvenirladen. Die Qualität reicht vom Deko-Stück bis zum spielbaren Instrument, für Letzteres lohnt ein Fachgeschäft. Mehr zur Tradition finden Sie bei der irischen Musik.
- Whiskey und Lebensmittel: Irischer Whiskey, Käse, Räucherlachs, Schokolade oder eine Brotbackmischung für Soda Bread sind beliebte Mitbringsel. Whiskey ist nicht immer günstiger als zu Hause, dafür finden Sie in Dublins Fachgeschäften auch Abfüllungen kleinerer Brennereien, die in Deutschland seltener im Regal stehen. Hintergründe bietet unsere Seite zum irischen Whiskey.
- Biergläser: Ein Guinness- oder Whiskeyglas aus dem Souvenirladen ist schnell gekauft. Netter ist es, den Wirt Ihres Lieblingspubs freundlich zu fragen, ob er Ihnen ein Glas verkauft.
Und natürlich der Kitsch: Leprechauns, Kleeblätter und Fahnen in jeder Form finden Sie überall. Wer Wert auf Echtheit legt, achtet auf Hinweise wie „Made in Ireland“ und kauft Kunsthandwerk lieber in Läden, die mit den Herstellern zusammenarbeiten.
Wie gut kann man außerhalb von Dublin in Irland einkaufen?
Sehr gut, oft sogar entspannter als in der Hauptstadt. Neben Dublin gilt das nordirische Belfast als zweites großes Einkaufszentrum der Insel; dort zahlen Sie allerdings in Pfund Sterling. In größeren Orten finden Sie Einkaufszentren und Supermärkte, viele Geschäfte öffnen auch sonntags, meist mit kürzeren Öffnungszeiten. Selbst kleinere Städte haben oft eine Einkaufsstraße mit inhabergeführten Läden.
Besonders reizvoll sind die Märkte. In Cork wird auf dem Gelände des überdachten English Market seit 1788 gehandelt; er öffnet montags bis samstags und ist ein Paradies für Käse, Fisch, Fleisch und Backwaren. Wochenmärkte, Bauernmärkte und Flohmärkte gibt es in vielen Orten, dort finden Sie neben Lebensmitteln auch Kunsthandwerk, Strickwaren und Trödel. Ein typisch irisches Mitbringsel aus Nordirland ist das cremeweiße Porzellan aus Belleek im County Fermanagh, wo die Manufaktur ein Besucherzentrum betreibt.








