Religion & Kirche
Vor allem für Touristen interessant sind die Kirche und die Religion in Dublin. Die meisten Iren sind katholisch (bei der Volkszählung 2022 rund 69 %). Dennoch gehören die beiden bekanntesten Kirchen, die es in Dublin gibt, zur anglikanischen Church of Ireland.
Die prächtigsten Kirchen und einzigartigen Friedhöfe
Die anglikanische Church of Ireland ist eine weltweite christliche Kirchengemeinschaft. In dieser Religion sind sowohl katholische als auch evangelische Glaubenselemente miteinander vereint. Dabei spielen die katholischen Glaubensvorstellungen vor allem im Bereich der Liturgie eine Rolle, die evangelischen Vorstellungen hingegen eher im Bereich der Theologie.
Durch die dominante Stellung der Church of Ireland in der Vergangenheit gehören die größten und imposantesten Kirchen dieser Glaubensgemeinschaft an. Da der Großteil der Bevölkerung allerdings katholisch ist, sind die anglikanischen Kirchen in den Gottesdiensten weniger gut besucht. Deshalb verlangen die anglikanischen Kirchen Eintrittsgelder von den Touristen um den Unterhalt der Kirchen finanzieren zu können.
Die beiden bekanntesten Kirchen sind demnach die Saint Patrick’s Cathedral und die Christ Church Cathedral. Beides wie bereits erwähnt zwei Dubliner Kirchen zur anglikanischen Church of Ireland.
Saint Patrick’s Cathedral
Die Saint Patrick’s Cathedral galt als eine Kathedrale des Volkes. Hingegen wurde die Christ Church Cathedral eher von den Engländern genutzt. Die Saint Patrick’s Cathedral trug viel zum irischen Leben bei. Der berühmte Schriftsteller Jonathan Swift war einst Dekan der Kathedrale. Auch werden heute noch viele Feiertage in dieser Kathedrale glorreich gefeiert.
Sehenswürdigkeiten in dieser Kathedrale sind das Grabmal der Familie Boyle, die Swift Ecke (Schriften von Jonathan Swift und sein Grab) und „die Tür mit dem Loch“ (ein Symbol der Versöhnung).
Christ Church Kathedral
Die Christ Church Kathedral ist die ältere der beiden Kirchen. Sehenswürdigkeiten in dieser Kirche sind vor allem die Architektur und die Beschaffenheit dieses Gebäudes. Gotische Bögen und alte Ruinen versetzen den Besucher in die damalige Zeit. Ein Besuch dieser Bauten ist auf jeden Fall sehenswert. Ausführliche Porträts finden Sie auf unseren Seiten zur St. Patrick’s Cathedral und zur Christ Church Cathedral.
Wo liegen in Dublin die Reliquien des heiligen Valentin?
In der Whitefriar Street Carmelite Church, einer katholischen Kirche der Karmeliter an der Aungier Street Nr. 56 in Dublin 2, nur wenige Gehminuten von der Grafton Street und dem St. Stephen’s Green entfernt. Offiziell heißt sie Church of Our Lady of Mount Carmel. Die Reliquien kamen im 19. Jahrhundert nach Dublin: Am 27. Dezember 1835 erhielt der Karmeliterpater John Spratt Teile der Gebeine des heiligen Valentin, die ihm Kardinal Carlo Odescalchi im Auftrag von Papst Gregor XVI. aus Rom geschickt hatte. Reliquien und Begleitbrief des Kardinals werden bis heute in der Kirche aufbewahrt.
Der Valentinsschrein zieht das ganze Jahr über Besucher an, vor allem aber rund um den Valentinstag am 14. Februar, wenn zahlreiche Paare hierherkommen, um für ihre Beziehung zu beten. Die Kirche steht an der Stelle eines mittelalterlichen Karmeliterklosters, das in der Reformationszeit aufgelöst wurde. Der heutige Bau nach Plänen von George Papworth wurde 1827 geweiht und später erweitert.
Sehenswert ist auch die lebensgroße, aus Eichenholz geschnitzte Marienfigur „Our Lady of Dublin“. Der Überlieferung nach überstand sie die Reformation nur, weil sie mit dem Gesicht nach unten als Schweinetrog diente. Außerdem bewahrt die Kirche Reliquien des heiligen Albert von Trapani, an dessen Festtag (7. August) eine Reliquie in das Wasser des St.-Albert-Brunnens getaucht wird.
Die Kirche ist eine lebendige Gemeindekirche mit mehreren Messen täglich. Laut Gemeinde finden werktags und samstags Messen um 8, 10, 11.30, 13.10 und 15 Uhr statt, sonntags um 8, 10.30, 12.30 und 16 Uhr, dazu samstags um 18 Uhr die Vorabendmesse (Stand 2026). Planen Sie Ihren Besuch am besten zwischen den Gottesdiensten und verhalten Sie sich während einer Messe ruhig im hinteren Bereich.






















