Kunst & Kultur
Dublin kann mit so manchen Sehenswürdigkeiten aufwarten. So findet man vor allem viele historische Plätze und Gebäude aus den Bereichen Kunst und Kultur und ist deshalb für Liebhaber dieser Sparten die ideale Urlaubsregion.
Dublins Kunst bestaunen und Kultur kennenlernen
Kunst in der irischen Hauptstadt
Im Bereich Kunst stehen in der irischen Stadt einige interessante Bauwerke zur Ansicht bereit. Unzählige Statuen, Wandbilder und Portraits, vor allem von irischen Helden und bekannten irischen Künstlern, zieren die Innenstadt von Dublin. Bekannte Persönlichkeiten sind dabei beispielsweise Oscar Wilde. Der aus Irland stammende Schriftsteller steht im Merrion Square gegenüber seinem Elternhaus und kann ganz aus der Nähe betrachtet werden. Außerdem können Schlösser und Burgen besichtigt werden, die einem die irische Bauweise näher bringen.
Aber auch wer sich mehr für die modernen Künste interessiert, findet in der Hauptstadt der „grünen Insel“ so manche Ausstellungen und Veranstaltungen. Des Weiteren findet man auch Straßenkünstler, die nur zu gern ihr Talent für Besucher der Stadt präsentieren. Natürlich kann man auch zahlreiche Museen besuchen, welche die verschiedensten Kunstgegenstände von namhaften Künstlern darbieten. Wer gern einen Kunstgegenstand, wie Antiquitäten, Bilder oder auch verschiedene Accessoires, sein Eigen nennen möchte, der kann in den Kunsthandlungen stöbern und wird sicher bald fündig werden.
Kultur in der irischen Hauptstadt
Bekannte Filmvorführungen oder auch Theateraufführungen zählen ebenso zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dublins Filmgeschichte hat eine lange Tradition. Die erste Filmaufführung, die öffentlich zugänglich war, liegt über 100 Jahre zurück und das erste Kino wurde knapp 15 Jahre später eröffnet.
Die bekannteste Veranstaltung ist der Saint Patricks Day. An diesem Tag ist die ganze Stadt auf den Beinen, um bei diesem Schauspiel einmal dabei zu sein. Dies ist für Jedermann ein Erlebnis. Auch viele musikalische Festivals aus allen Bereichen der Musik, sei es Klassisch oder Pop, werden jährlich in Dublin arrangiert.
Das 1904 gegründete irische Nationaltheater, das Abbey Theatre, ist eine sichere Adresse für alle, die in typische irische Theateraufführungen hinein schnuppern möchten.
Welche Statuen und Denkmäler sollten Sie in Dublin kennen?
Dublins Innenstadt ist ein Freilichtmuseum: An fast jeder Ecke begegnen Ihnen Helden, Dichter und Figuren aus Sagen und Liedern, frei zugänglich und gute Fotomotive. Viele tragen Spitznamen, die der Dubliner Volksmund mit Vorliebe in Reimform verteilt. Die bekanntesten im Überblick:
- Anna Livia: Die Bronzefigur von Éamonn O’Doherty verkörpert die Liffey und die gleichnamige Figur aus James Joyces „Finnegans Wake“. Sie wurde 1988 zum Stadtjubiläum als Brunnen auf der O’Connell Street eingeweiht, wo sie bald „The Floozie in the Jacuzzi“ hieß. Für die Spire musste sie weichen; seit Februar 2011 liegt sie im Croppies‘ Memorial Park nahe dem Bahnhof Heuston.
- Children of Lir: Die Skulptur von Oisín Kelly im Garden of Remembrance am Parnell Square zeigt die vier Königskinder aus der irischen Sage, die in Schwäne verwandelt wurden. Der Garten erinnert an alle, die für die irische Freiheit gestorben sind.
- Cú Chulainn: Die Bronze von Oliver Sheppard zeigt den sterbenden Sagenhelden, an einen Pfahl gebunden, mit dem Todesraben auf der Schulter. Sie steht im General Post Office und erinnert an den Osteraufstand von 1916.
- James Joyce: Der Schriftsteller mit Spazierstock und Brille steht nachdenklich am Eingang der North Earl Street, gleich neben der O’Connell Street.
- Molly Malone: Die Figur der Fischhändlerin aus dem bekannten Lied schuf Jeanne Rynhart zum Stadtjubiläum 1988. Wegen der Bauarbeiten für die Luas zog sie im Juli 2014 vom unteren Ende der Grafton Street in die Suffolk Street vor das Touristenbüro. Wegen ihres tiefen Ausschnitts nennen sie die Dubliner „The Tart with the Cart“.
- Oscar Wilde: Die farbige Liegefigur von Danny Osborne wurde 1997 im Merrion Square enthüllt. Sie besteht aus Steinen dreier Kontinente, darunter grüner Nephrit-Jade aus Kanada und rosa Thulit aus Norwegen, und ruht auf einem Quarzblock aus den Wicklow Mountains. Zwei Säulen daneben tragen Zitate Wildes in der Handschrift von Persönlichkeiten wie Seamus Heaney und Michael D. Higgins.
- Spire of Dublin: Die rund 120 Meter hohe Edelstahlnadel auf der O’Connell Street wurde am 21. Januar 2003 fertig und steht dort, wo bis 1966 Nelson’s Pillar aufragte. Spitzname: „The Stiletto in the Ghetto“. Was aus Nelsons Säule wurde, lesen Sie bei unseren 10 ungewöhnlichen Zielen in Dublin.
- Wolfe Tone: Die Bronzestatue des Anführers der Rebellion von 1798 steht an der Ecke Merrion Row im St. Stephen’s Green, umgeben von hohen Granitpfeilern, die ihr den Spitznamen „Tonehenge“ eingetragen haben.
- Lugh und Setanta: Weniger bekannt sind das Relief des Sonnengottes Lugh, der zwischen Flugzeugen dargestellt ist, am früheren Industrie- und Handelsministerium in der Kildare Street und das große Wandbild mit den Heldentaten Setantas am Setanta Centre in der Nassau Street.
Eine Figur aus älteren Reiseführern sucht man vergeblich: Das Kino „Screen“ in der Hawkins Street, vor dem der kleine Platzanweiser „Mister Screen“ stand, schloss 2016 und wurde 2018 abgerissen. Ob die Figur an anderer Stelle wieder aufgestellt wurde, konnten wir nicht verlässlich klären.
Was zeigt das National Print Museum?
Das National Print Museum erzählt die Geschichte des irischen Buchdrucks, und zwar mit Maschinen, die zum großen Teil noch funktionieren. Es liegt in der ehemaligen Garnisonskapelle der Beggars Bush Barracks an der Haddington Road in Dublin 4 und wurde 1996 eröffnet.
Die Sammlung umfasst mehr als 10.000 Objekte: Druckmaschinen, Druckstöcke, Lettern aus Metall und Holz, Plakate, Bücher und Flugschriften. Ehrenamtliche, meist ehemalige Drucker halten die Maschinen in Gang und geben ihr Wissen in Vorführungen und Werkstätten weiter. Zu den Hinguckern zählen der Nachbau einer Gutenberg-Presse, eine Leihgabe der Fernsehserie „Die Tudors“, und eine Wharfedale-Schnellpresse von der Art, auf der 1916 die Proklamation der Republik gedruckt wurde. Wechselausstellungen widmen sich Themen wie Theaterplakaten oder Flaschenetiketten, dazu kommen Führungen, Workshops (etwa Kalligrafie), ein Café und ein Museumsladen.
Öffnungszeiten laut Museum (Stand 2026): Dienstag bis Freitag 10 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag 12 bis 16 Uhr, montags und an langen Feiertagswochenenden geschlossen. Von Juni bis Oktober ist am letzten Donnerstag im Monat bis 21 Uhr geöffnet. Führungen können Sie online buchen. Mit dem Bus fahren Sie bis zur Haltestelle Northumberland Road, der nächste Bahnhof ist Grand Canal Dock.
Kann man das Museum Number Twenty Nine noch besuchen?
Nein. Das Georgian House Museum „Number Twenty Nine“ in der Fitzwilliam Street Lower Nr. 29, an der Ecke zum Merrion Square, ist seit 2017 geschlossen. Das 1991 eröffnete Haus, betrieben vom Energieversorger ESB gemeinsam mit dem National Museum of Ireland, zeigte mit Möbeln, Einrichtung und Kleidung aus den Beständen des Nationalmuseums, wie eine wohlhabende Dubliner Familie um 1790 bis 1820 lebte, vom Küchenkeller der Dienstboten bis zu den Kinderzimmern unter dem Dach. Geschlossen wurde es, weil die ESB auf dem Areal ihren neuen Hauptsitz baute.
Im Juli 2023 kündigten die ESB und der Irish Heritage Trust an, ein neues georgianisches Hausmuseum in der Fitzwilliam Street Nr. 12 einzurichten. Einen Eröffnungstermin konnten wir bislang nicht bestätigen. Wer georgianische Wohnkultur von innen erleben möchte, findet offene Alternativen:
- 14 Henrietta Street: Das Stadthaus im Norden der Innenstadt zeigt über 300 Jahre Dubliner Lebens, vom georgianischen Adelspalais bis zur überfüllten Mietskaserne. Besuch nur mit Führung (Mittwoch bis Sonntag, jeweils zur vollen Stunde von 10 bis 16 Uhr, Stand 2026), unbedingt vorab buchen.
- Little Museum of Dublin: In einem georgianischen Haus am St. Stephen’s Green erzählt das Little Museum of Dublin mit Spenden der Dubliner die Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts, ebenfalls mit Führung.
- Merrion Square und Fitzwilliam Street: Von außen erleben Sie das georgianische Dublin am besten bei einem Spaziergang um den Merrion Square mit seinen bunten Haustüren und Oberlichtern, gefolgt von einem Besuch der National Gallery am Westrand des Platzes.






















