Erosion: Dunbeg Klippenfort geschlossen

Autor: Harald von Thierse - Veröffentlicht am 6. März 2014

Irreparabel beschädigt: Das kleine Dunbeg Fort auf der Dingle-Halbinsel (Archiv-Foto) musste nach einem Erdrutsch für Besucher geschlossen werden. Irreparabel beschädigt: Das kleine Dunbeg Fort auf der Dingle-Halbinsel (Archiv-Foto) musste nach einem Erdrutsch für Besucher geschlossen werden.

Irland verliert eine seiner Touristenattraktionen: Heftige Stürme zum Jahreswechsel haben das prähistorische Dunbeg Fort auf der Dingle-Halbinsel irreparabel beschädigt. Das direkt auf einer steil in den Atlantik abfallenden Klippe erbaute Fort aus der Bronzezeit galt länger schon als einsturzgefährdet. Was die Erbauer des kleinen Forts vor etwa dreitausend Jahren für eine strategisch günstige Lage hielten, die sich leicht verteidigen ließ, musste sich schließlich der andauernden Belagerung durch Wind, Regen und des heranbrausenden Meeres geschlagen geben. Bei einem massiven Erdrutsch stürzte ein größerer Teil der Anlage unwiederbringlich ins Meer.

Ursprünglich bestand das Klippenfort, erbaut etwa 800 v. Chr. und bis ins 12. Jahrhundert hinein genutzt, einmal aus vier ringförmigen Steinwällen, die sich schützend um die zentrale Behausung legten. Im Laufe der Jahrhunderte hatte Erosion einen Teil der Klippe abgetragen und das Ringfort als halbkreisförmige Struktur zurückgelassen. Bei dem jüngsten Erdrutsch wurde die Anlage nun so stark beschädigt, dass sich die Behörden gezwungen sahen, sie aus Sicherheitsgründen für Besucher zu schließen.

Das kleine Dunbeg Klippenfort (nicht zu verwechseln mit dem größeren Klippenfort Dun Aengus auf Inishmor) war ein nationales Kulturdenkmal und zugleich eine der bekanntesten Touristenattraktionen auf dem Slea Head Drive auf der Halbinsel Dingle. Archäologen und Denkmalschützer hoffen nun, um das Fort herum eine gesicherte und begehbare Struktur erbauen zu können, von der aus Besucher die Anlage zumindest überblicken können.

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