Dublin: Betonmischer als Protestmittel gegen Finanzkrise Irlands

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 1. Oktober 2010

Aus Protest gegen die gegenwärtig herrschende Finanzkrise sowie die kostenaufwändige Rettung der Anglo Irish Bank hat am vergangenen Mittwoch ein Betonmischer die Absperrung des irischen Parlamentes gerammt.

Das Baufahrzeug wurde mit Schriftzügen wie „Giftige Bank Anglo“ sowie „Alle Politiker gehören gefeuert“ beschriftet, um dem Unmut über die gegenwärtige Lage Irlands Ausdruck zu verleihen. Berichten der Dubliner Polizei zufolge, wurden die Fenster und Türen des Baumischers mit Eisengittern verriegelt. Hiermit habe man augenscheinlich verhindern wollen, dass auf das als Protestmittel dienende Baufahrzeug zugegriffen wird. Die Polizei leitet hieraus ab, dass das Fahrzeug bereits im Rahmen von vorherigen Protestaktionen zum Einsatz gekommen ist.

Auch der Ablauf der Protestaktion versetzt die Beamten in Verwunderung: Nachdem das Eisengittes des Parlamentes mittels des Betonmischers gerammt wurde, stieg der 41-jährige Fahrer aus, um sich anschließend verhaften zu lassen. Im Rahmen des vergangenen Jahres wurde die Anglo Irish Bank verstaatlicht, um sie vor dem sicheren Bankrott zu bewahren. Bereits am Dienstag der vergangenen Woche warnte die irische Ratingagentur Standard and Poor’s davor, dass falls die Regierung mehr als die zuvor abgesprochenen 35 Millionen Euro in das marode Institut investieren werde, Irland die sichere Herabstufung im Bereich der Kreditwürdigkeit drohe.

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