Belfast im Bann der Titanic

Autor: Tobias Kurz - Veröffentlicht am 28. November 2017

Warum zieht das Thema Titanic die Menschen so sehr in seinen Bann? Der 1997 entstandene Spielfilm ist es nicht, er ist eher eines der Resultate und nicht Ursprung der Faszination, die das wohl bekannteste Schiffsunglück der Weltgeschichte ausübt. In der nordirischen Hauptstadt Belfast, wo das Schiff einst gebaut wurde, stellt man sich diese Frage nicht andauernd – man ist vielmehr froh, dass das Thema die Touristen mehr anzieht denn je.

Wohnen können die Gäste seit September 2017 unter anderem im „Titanic Hotel Belfast“. Entstanden ist es in einem 1886 erbauten Gebäude der Werft Harland & Wolff in der, man ahnt es schon, jenes Schiff gebaut wurde, das am 31. Mai 1911 vom Stapel gelassen wurde und bei seinem Untergang am 15. April 1912 rund 1500 Menschen in den Tod riss – die Titanic. Und von diesem Mythos lebt das Hotel, zumindest zum Teil, und das mit voller Absicht: Baupläne von Schiffen zieren die Wände, die Leuchten scheinen direkt aus alten Schiffen ausgebaut worden zu sein. Der Gast kann erkennen, welche Räume dem Direktorium des Unternehmens vorbehalten waren und welche den gewöhnlichen Arbeitern.

Titanic Museum Belfast Nordirland
Titanic Museum, Belfast

Das Hotel ist freilich nicht das Ende, sondern der Anfang. Alle anderen alten Gebäude auf dem ehemaligen Werftgelände verschwinden, bis zum Jahr 2030 soll ein komplett neuer Stadtteil entstehen. Einiges ist dort schon passiert, eine Bezeichnung ist auch schon gefunden: Titanic Quarter. Das ist keine Überraschung, die Schiffskatastrophe vor mehr als 100 Jahren ist ein Wirtschaftsfaktor geworden. Gleich gegenüber des Hotels liegt das Museum „Titanic Belfast“. 38,5 Meter hoch ist das Gebäude, genauso hoch wie die Titanic einst war. Seine Anziehungskraft ist enorm – die Besucherzahl nähert sich jährlich der Millionengrenze. Außerdem gibt es einen „Titanic Trail“, der vom Rathaus zu den Docks führt, und man kann auch eine „Titanic Boat Tour“ buchen.

All das sind äußere Zeichen eines ebenso großen wie verständlichen Sinneswandels. Der Untergang der Titanic traf die Stadt damals ins Mark, brachte eine verzweifelte Stimmung in die Stadt. Dass man schwerwiegende wirtschaftliche Folgen fürchtete, liegt auf der Hand. Inzwischen hat sich der Wind gedreht – der Mythos Titanic wirft ordentlich etwas ab, und man ist entschlossen, mit diesem Pfund auch künftig zu wuchern.

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